Die Nullzins-Politik

der Europäischen Zentralbank habe nicht nur die Sparer enteignet, schreibt der Herausgeber einer großen Münchner Tageszeitung. Diese Formulierung zeigt, wie sehr wir uns an das Wachstum gewöhnt haben - angesichts der Tatsache, dass Erspartes durch kleine Zinsen ja nicht sofort verschwindet. Wächst ein Kapital, muss jemand dafür zahlen. Wachsen Dividenden, dann muss jemand dafür arbeiten, produzieren, verkaufen, egal ob die Welt die hergestellten Dinge braucht, ob sie uns nützen oder schaden. Die Idee von der Verzinsung kam mit dem Geld zu den Menschen. Wer sich nämlich in alten Zeiten Lebensmittel über den Winter einlagerte, der machte sehr schnell die Erfahrung, dass neben dem Verzehr auch die Verderbnis den Sparer wirklich enteignen konnte. Und mit dieser Idee müssen wir, muss die Wirtschaft auf Gedeih und Verderb wachsen. Die Folgen werden außer Acht gelassen.


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