06.12.2017

Die ÖDP fordert freiwilligen Verzicht auf Glyphosat

Obstbauern und Landwirte sollen freiwillig auf den Einsatz des Pflanzengifts Glyphosat verzichten, fordert die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) für den Landkreis Lindau und die ganze Bodenseeregion.

 „Die fatale Zustimmung durch Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) bei der EU ist ein Hohn gegenüber allen, die um eine gute Lebensführung bemüht sind und Wert auf gesunde Nahrung legen“, so der Pressesprecher der ÖDP Peter Borel aus Lindau in einer Mitteilung. 

Wenn die Lobbyisten von Bayer und Monsanto den Minister derart beeinflussen konnten, dann müssen der gesunde Menschenverstand und das Verantwortungsgefühl der Erzeuger gegenüber den getäuschten Verbrauchern zum Tragen kommen. Nach dem jetzigen Wissensstand nämlich stehe das Pestizid weltweit in Verdacht krebserregend zu sein; darüber hinaus seien Fälle bekannt, wo das Gift auch das Erbgut der Betroffenen schädige. Durch die Zulassung in Deutschland würden nicht nur die Äcker und Gärten verseucht, sondern auch für das alarmierende Insektensterben sei hierin die Ursache zu sehen.

Die Lebensmittel unserer Region haben einen guten Ruf, der aber nur durch eine entsprechende Korrektur in der Bewirtschaftung und mit dem Label „Glyphosatfrei“ erhalten werden kann, stellt Borel fest. Jegliches Abwägen des Personaleinsatzes, der technischen Investitionen und des Ertrages dürfte nach Meinung der ÖDP nicht die Qualität unserer Lebensmittel riskieren. Mit einem selbstverpflichtenden Verzicht auf Glyphosat könnten unsere Landwirte die falsche Entscheidung des CSU-Ministers umgehen und verlorenes Vertrauen in Politik und in Landwirtschaft zurückgewinnen.