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Die Äußerungen des Bayerischen Staatsministers für Wirtschaft, Verkehr und Technologie Otto Wiesheu anlässlich seines Besuches in der Inselstadt sind an Ungeheuerlichkeit nicht zu überbieten, bedauert der Lindauer ödp-Landtagskandidat Peter Borel. "Damit hat er ganz Lindau so richtig abgewatscht und dem Stadtrat gezeigt, was seine Beschlüsse wert sind." Als ehemaliges Mitglied des Stadtrates habe er, so Borel, miterleben dürfen, wie die früheren Zusagen der Bahn AG und des Bayerischen Staatsministers bezüglich des Standortes des Lindauer Bahnhofes sich nach und nach als Lug und Trug entpuppten. Jetzt sei klar, wie wenig gesichert sogar der Halt der Fernzüge in Lindau sei, mit oder ohne Bahnhof auf dem Festland. Ein Minister, der spontan 40 Millionen Euro für die Planungen des Münchner Transrapid hinlege, den Nahverkehr in Bayern hingegen so stiefmütterlich behandele und halb Bayern mit seinen gigantischen Straßenbauprojekten zubetoniere, sollte das Ressort Verkehr dringend an den Umweltminister abgeben. Dann hätte der umweltfreundliche Aus-bau eines flächendeckenden Verkehrsnetzes für Bus und Bahn eher eine Chance. Nur gut, dass Wiesheu noch rechtzeitig vor der Wahl seine wahren Pläne aufgedeckt und die örtlichen CSU-Lippenbekenntnisse entlarvt habe. Von Protest der örtlichen Begleiter war ja nichts zu hören, eher von Beifall. Vielleicht werde das Lindauer CSU-Wahlergebnis Otto Wiesheu daran erinnern, wie seine Ohrfeige gewirkt habe, mutmaßt der ödp-Mann, der voll hinter dem Inselbahnhof steht.Wiesheu watscht Lindau
Peter Borel, ödp-Kreisvorsitzender, August 2003
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