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"Nachts scheint keine Sonne!"

Mit diesem Totschlagargument versuchen Gegner und Skeptiker einer Versorgung allein mit regenerativen Energien zu widersprechen und sie mit ideologischer Beharrlichkeit zu bekämpfen. Ein zukünftiges regeneratives Energiesystem wird sich niemals allein auf Solar- und Windenergie stützen; vielmehr wird es seine Stärke in einem Energiemix der verschiedenen erneuerbaren Energien zeigen. Die Hauptsäulen des künftigen regenerativen Energiemixes werden sein: Sonne (Photovoltaik und Solarthermie), Windenergie, Wasserkraft, Bioenergie sowie solarer Wasserstoff und Geothermie (Erdwärme).

Die Bioenergie steht in vielfältigsten Varianten zur Verfügung: als feste Biomasse (Holz, Stroh, etc.), flüssige Bio-Öle (naturbelassene Öle aus den verschiedensten ölhaltigen Pflanzen aus allen Klimaregionen) sowie Bio-Gas (aus Gülle, organischen Reststoffen, Grünpflanzen, etc.). Bioenergie ist ebenso speicherbar wie heute Öl oder Gas und kann daher sonnen- und windfreie Zeiten überbrücken. Auf Grund ihrer Speicherfunktion werden Bioenergie und solarer Wasserstoff auch die Basis für alle mobilen Energieanwendungen (Auto, Flugzeuge, Schiffe) bilden, besonders dann, wenn in vielleicht fünfzig Jahren das letzte Erdöl verbraucht ist. Naturbelassene Pflanzenöle sind dem Rapsmethylester ("Biodiesel") wegen des geringeren Energieeinsatzes bei der Gewinnung und der ungefährlichen Eigenschaften vorzu-ziehen.

Der Umbau des fossilen Energiesystems in ein regeneratives geht nicht von heute auf morgen, sondern benötigt Zeit. Deshalb muss im Interesse der künftigen Generationen der Umbau sofort und mit großen Anstrengungen (staatliche Lenkungsmaßnahmen) begonnen und umgesetzt werden.

(Jan 2005, Peter Borel, Zusammenfassung eines Aufsatzes von Manfred Dürr und Jürgen Grahl)

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