Zu seinem achtzigsten Geburtstag hat sich Papst Benedikt XVI. mit dem ersten Teil seiner großangelegten Arbeit über Jesus von Nazereth zweifellos selbst das schönste Geschenk gemacht.
In seinem vielgepriesenen Bestseller "Jesus von Nazareth" in dem Papst Benedikt XVI. nicht als unfehlbarer Papst spricht, sondern sich sympathischerweise als "Suchender" bezeichnet, gibt es auf Seite 56 eine interessante Gegenüberstellung zwischen "Garten" und "Tschernobyl", die allen christdemokratischen Atomfreunden zu denken geben müsste.
Wörtlich schreibt der Papst:
"Sind nicht die Oasen der Schöpfung, die zum Beispiel um die Benediktinerklöster des Abendlandes entstanden sind, Vorgriffe auf diese Versöhnung der Schöpfung, die von den Gotteskindern kommt, wie etwa umgekehrt Tschernobyl erschütternder Ausdruck der im Gottesdunkel verknechteten Schöpfung ist?"
Atomkraft ist so wenig mit dem christlichen Glauben zu vereinbaren wie Atombomben. Denn: solange es Atomkraftwerke gibt, wird es Atombomben geben. Der Betrieb von AKWs ist die Voraussetzung zum Bau von Atombomben. Sicher müssen nicht alle Umweltschützer Christen sein, aber alle Christen sollten Umweltschützer sein und nicht Propagandisten "der im Gottesdunkel verknechteten Schöpfung".
Freunde der CDU/CSU: Bitte Aufwachen, bevor es beim nächsten Tschernobyl zu spät ist!
Gefunden auf der Sonnenseite von Franz Alt (www.sonnenseite.com).