Mediziner unterstützen eine Hauptforderung des ödp-Volksbegehrens
"Menschenwürde ja - Menschenklonen niemals!"
Rostock/Passau. Voll bestätigt sieht sich die bayerische ödp durch die Forderung des 105. Deutschen Ärztetages in Rostock, die so genannte Präimplantationsdiagnostik (PID) müsse verboten werden. Der Ärztetag hat im Juni 2002 festgestellt, die PID sei kein geeignetes Mittel, um Eltern den Wunsch nach einem gesunden Kind zu erfüllen. "Das Verfahren ist immer mit der Tötung embryonalen menschlichen Lebens, nämlich dem, was nicht als gesund oder als wünschenswert definiert ist, verbunden", heißt es kritisch in der Resolution des Ärzteparlaments.
"Wie die Vertretung der deutschen Ärzte lehnt auch die ödp das Aussortieren möglicherweise behinderter Embryonen vor der Einpflanzung strikt ab," erklärt Thomas Lotz, stellvertretender ödp-Landesvorsitzender. "Das ist einer der wichtigsten Punkte in unserem laufenden Volksbegehren 'Menschenwürde ja, Menschenklonen niemals!' Wir sehen unsere Kritik bestätigt, dass eine Auslese via Gentests unter künstlich befruchteten Embryonen zu schlimmsten Formen gezielter Menschenzüchtung führen wird", bekräftigt der ödp-Vize.
Die bayerische ödp fordert CDU/CSU und SPD auf, angesichts der immer stärkeren Ablehnung der PID durch Experten sich endlich klar gegen eine solche Selektion von Embryonen auszusprechen. Erst vor wenigen Wochen hatte die Enquête-Kommission des Deutschen Bundestages die PID als ethisch unverantwortlich eingestuft. Trotzdem scheuten die großen Parteien bisher eine deutliche Festlegung, kritisiert der bayerische ödp-Vize. "Wir treiben jetzt die Großen an: Denn jede Unterschrift unter das ödp-Volksbegehren ist ein klares Bekenntnis zur Menschenwürde, die auch für Menschen mit Behinderung gelten muss", betont Lotz. Unterschriftenlisten gibt es bei jedem ödp-Verband in Bayern und im Internet unter "www.menschenklonen-niemals.de".