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Vater - Mutter - Staat

Man muss Journalist bei einem linksliberalen Medium sein, um sich ungestraft so etwas leisten zu können: Ein Buch, in dem die verordnete Ganztagsbetreuung der Kinder nicht bejubelt, sondern scharf kritisiert wird. Ganztagsbetreuung durch Institutionen außerhalb der Familie ist nach landläufiger Sprachregelung nämlich „Fortschritt“, „löst alle Probleme“ und „macht die Kinder schlau“. Wer anderes sagt, ist von vorgestern.

Rainer Stadler hat es gewagt und wird sich mit seinem Buch („Vater, Mutter, Staat – wie Politik und Wirtschaft die Familien zerstören“) wohl in seiner eigenen Umgebung heftige Debatten eingehandelt haben. Die Mehrheit seiner KollegInnen bei SZ und SZ-Magazin betreibt seit Jahrzehnten genau das, was Stadler mittlerweile als gefährlich für Kinder und Eltern erkannt hat: Eine gehirnwäscheartige Propaganda gegen die familiäre Betreuung und die damit verbundene Familienarbeit von Vätern und Müttern. Stadler bestätigt, was die ÖDP seit Jahrzehnten sagt: Die sog. Familienpolitik der letzten Bundesregierungen (egal ob Rot-Grün, Schwarz-Gelb oder Schwarz-Rot) ist genau besehen nichts anderes als Wirtschafts- und Arbeitsmarkpolitik: Es geht ihr darum, das Arbeitskraftangebot zu sichern; die Interessen von Kindern und Eltern sind dieser Politik egal. Stadlers Buch ist wichtig, weil es eine Ideologie angreift, die endlich kritisiert werden muss. 


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