Die Stadt soll den Reutiner Bahnhof kaufen

Leider hat die Stadt Lindau bei der Entwicklung des neuen Bahnhalts Reutin am Berliner Platz ihre Vorstellungen gegenüber der Deutschen Bahn nicht durchsetzen können. Die Bahn plant zwei überdachte Bahnsteige mit Automaten und einem Steg als Zugang zu den Gleisen – das ist alles!

Ursprünglich war noch von einem neuen Bahnhofsgebäude im Kleinstformat die Rede, weswegen das jetzige Bahnhofsgebäude abgerissen werden sollte. Neuerdings spricht die Bahn auch davon nicht mehr, so dass es sich erübrigt, das Bauwerk aus dem Jahre 1911 abzureißen. Aktuell bietet die Deutsche Bahn AG das Empfangsgebäude, bei dem in gefühlten100 Jahren nichts gerichtet wurde, offensichtlich zum Verkauf an. In dieser Situation, so Pressesprecher der ÖDP Peter Borel, müsse die Stadt handeln und durch ein auszuübendes Vorkaufsrecht den Erwerb des Empfangsgebäudes im Reutiner Bahnhof sichern. Es ist zwar kein denkmalgeschütztes Gebäude, aber es ist ein Denkmal der eigenen Verkehrsgeschichte und kann in der jetzigen Entwicklung des Berliner Platzes von großem Nutzen sein. Immerhin hält hier der Eurocity, die schnelle Fernverbindung zwischen München und Zürich. Das Gebäude bietet Raum für wichtige Einrichtungen im Umfeld eines sehr hochzu bewertenden Bahnhalts, wie zum Beispiel für Toiletten, Kioske für Zeitschriften und Reiseproviant, Fahrkartenschalter und Warteräume. Möglicherweise gibt es sogar Platz für eine Dauerausstellung zur Eisenbahngeschichte Lindaus. Schön wäre es, wenn die Bahn der Stadt hierbei sogar entgegenkäme, mutmaßt Borel. Dies gelte auch für andere erhaltenswerte Gebäude im Bereich des Reutiner Bahnhofs. Auf jeden Fall müsse die Stadt jetzt umgehend handeln, fordern auch Vertreter des Lindauer Denkmalnetzes "Pro Denkmal".

 


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