Pressemitteilung
Die ÖDP hat den Wald entdeckt
Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung 2026 des Kreisverbands Lindau der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) stand der Wald.
Förster Christian Müller (li) erklärt den Besuchern den Plenterwald, Foto: Peter Borel.
Förster Christian Müller brachte in einem spannenden Vortrag mit Fakten, Zahlen und seiner ganzen Berufserfahrung den Zuhörern den Zustand der heimischen Wälder näher: Angefangen von der Geschichte der Bewaldung bis hin zum jetzigen Zustand der meist privaten kleinteiligen Wälder in unserem Landkreis. „Heute ist der Zustand der Wälder in unserem Bereich weitgehend stabil“, zeigte sich Müller zufrieden. Eine Prognose, wie der Wald in 50 Jahren dasteht, wagte Müller hingegen nicht, trotz seiner 40jährigen Berufserfahrung. „Vieles hängt davon ab, wie ernst die Menschen den Klimawandel nehmen und den bekannten Folgen begegnen“, so der Appell des Försters.
Den Wald vor Ort konnten interessierte Besucher zwei Tage später bei seiner Führung durch den Plenterwald um Scheidegg erleben. Sehr anschaulich erläuterte Müller diese besonders nachhaltige Art der Waldbewirtschaftung, die bei uns eher selten ist. Der Kern des Plenterwaldes ist eine Symbiose kleiner und größerer Bäume verschiedener Arten, wo immer nur einzelne schlagreife Bäume entnommen werden und somit die jüngeren Platz und Licht zum Aufwuchs erhalten. Trotz des Regens war die Führung aus Sicht der Ökologen ein großer Gewinn.
In der Versammlung in Scheidegg standen am Anfang die Berichte des Vorstands und der Mandatsträger aus den Gemeinden und dem Landkreis auf der Tagesordnung. Vor allem die bei den Kommunalwahlen im März neu gewählten Ratsmitglieder berichteten von ihren ersten Erfahrungen, würdigten aber auch das Engagement der ÖDP im Wahlkampf. Eine kulturelle Exkursion führte die Mitglieder im August ins Isnyer Schloss und in den historischen Gasthof Adler in Großholzleute. Anerkennende Beachtung fand ein besonderer Einsatz von ÖDP-Aktiven, die in Lindau Zigarettenkippen aufsammelten. „ Wir wollten in Lindau für mehr Sauberkeit und weniger Gift sorgen“, fasste Kreisvorsitzender Andreas Zeh die Aktion zusammen.
