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Leserbrief im Westallgäuer S. 2 vom 13.02.2021

Immer nur Wachstum - Zu „Bauern fühlen sich von der Politik verraten“ (Politik) vom 11. Februar:

Ein Hauptproblem der Landwirtschaft von heute ist die Anlehnung an die Gier-Wirtschaft mit der Maxime des unbegrenzten Wachstums. Grund und Boden gelangen schneller an die Erschöpfungsgrenze als fossile Energieträger. Deshalb wurde jahrzehntelang versucht, die Erträge durch verbesserte Effizienz, nämlich Einsatz von Herbiziden, Pestiziden und Züchtung von Hochleistungsrindern, zu steigern. Diese Politik, die maßgeblich vom Bauernverband mitgetragen wurde, führte zu industrieller Massenproduktion mit den jetzt deutlich sichtbaren Problemen in der Mitwelt und zum Sterben der kleinbäuerlichen Höfe, die aber für den Erhalt unserer Kulturlandschaft und die Erzeugung natürlicher Lebensmittel unverzichtbar sind. Sie fühlen sich nun von der Politik, die jetzt, vielleicht schon zu spät, beim Artenschutz die Notbremse zieht, im Stich gelassen. Sie sollten sich aber auch fragen, ob ihr einflussreicher Lobbyverband mit vielen Verbindungen zu Industrie und Politik vielleicht nur die Interessen der großindustriell wirtschaftenden Landwirte vertritt.

Werner Nenning , Scheidegg


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