ÖDP setzt auf Energiesparen

Von Anfang an unterstützt die ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei) - nicht nur in Lindau, sondern überall - die Jugendlichen bei ihren Bemühungen, mit glasklaren Forderungen den Klimawandel und seine Folgen zum dringlichsten Politthema zu machen.

Es sei doch ermutigend gewesen, dass so viele Menschen bei der Lindauer Demonstration in der vergangenen Woche dem Aufruf der Schüler gefolgt waren, erklärt Peter Borel, der ehemalige Kreis- und Stadtrat der ÖDP, der sich auch selbst beteiligte. Borel bekennt: "Das bin ich meinen Enkeln schuldig hier aktiv mitzumachen, denn sie werden das lasche Handeln der Verantwortlichen über Jahrzehnte tatsächlich ausbaden müssen!" Allzu lange habe die Regierung es versäumt, die Weichen in eine klimafreundliche Zukunft zu stellen. Stattdessen war Wachstum in jeglicher Beziehung der Heilsbringer, und dieses Wachstum führte zum Raubbau unserer endlichen Ressourcen und zur Überhitzung unseres Planeten. Den Ausstieg aus Atom und Kohle zu fordern, bringe zwar Gutes für das Klima, doch sei es seit Jahren versäumt worden, die erneuerbaren Energien entscheidend voranzubringen. Bei den Forderungen der Jugendlichen jedoch vermisse die ÖDP den Ansatz, dass zunächst mit größten Anstrengungen Energie eingespart werden müsse, um diese Energielücke verträglich zu schließen. Jede eingesparte Kilowattstunde sei die beste und verursache auch kein CO2. So sei schon vor 35 Jahren bei der ÖDP der Lösungsansatz gewesen: Nicht die Arbeit, sondern den Energieverbrauch besteuern! Nur so werde tatsächlich von allen großen und kleinen Abnehmern Energie eingespart, wenn der Geldbeutel den Verbrauch lenke. Bei der Mülltonne habe es geklappt, warum soll es nicht auch beim Stromzähler gehen, fragt sich Borel.

Die Aktivitäten der Jugendlichen seien nach Auffassung der ÖDP ein hoffnungsvolles Signal. Die ökologische Partei wünsche der Bewegung weiterhin viel Mut und Beharrlichkeit, um den Druck auf die Politik noch zu erhöhen. Das jetzt vorgelegte halbherzige Klimaschutzpaket der Bundesregierung zeige die Notwendigkeit. Gleichzeitig aber sollten die jungen Leute daran denken, ihren eigenen Energieverbrauch und Lebensstil zum Maßstab ihrer Forderungen und Parolen zu machen. Und am Ende sei zu wünschen, dass die Jugendlichen auch den Mut entwickeln, selbst mit politischer Verantwortung ihre eigene Zukunft zu gestalten und in die Hand zu nehmen.


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