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Vermeidung von Einwegverpackungen bei der Essensversorgung auch nach Corona. EU-weites Verbot der Herstellung von Einwegprodukten aus Kunststoff ab dem 3. Juli 2021

Die ÖDP hat in den letzten Jahren mit vielerlei Aktionen, Anträgen und Fragen bestimmte Umweltthemen in der Region zur Diskussion gestellt. Gerade Plastik ist ein Reizthema, von den Fischernetzen, die herrenlos im Meer treiben und einen ökologischen Hurrikan verursachen, bis zum Mikroplastik, das feinst gelöst Trinkwasser und Böden belastet, auch durch Kunstrasenplätze für den Sport.

Zurzeit sind die Belastungen durch Einwegverpackungen, welche durch Liefer- und Abholservice entstehen, besonders akut. Einwegverpackungen scheinen nun die Lösung der Stunde zu sein, um die lokalen Gastronomie-Anbieter zu unterstützen. Die Unterstützung der lokalen Anbieter ist richtig und wichtig, damit sie die Einschränkungen durch die Pandemie überstehen. Um die vielen Einwegverpackungen und den damit einhergehenden Aluminium-, Plastik- und Papierverbrauch zu reduzieren, bieten sich Mehrwegsysteme an.

„Die Nutzung von Mehrwegsystemen in allen Bereichen der zubereiteten frischen Lebensmittel, wie z.B. Pizza, und anderen gastronomischen Angeboten im Liefer- und Abholservice bietet sich an, da diese Geschirrmöglichkeiten, mehrmals im Umlauf genutzt, eine bessere Ökobilanz aufweisen, als die vielzähligen Einwegverpackungen aus Pappe, Plastik und vielfach auch Aluminium“ so der Bundestagskandidat der ÖDP Franz Josef Natterer-Babych.

In Kempten konnte das System „recup“ erfolgreich gestartet werden, das heute gerne genutzt wird. Parallel hierzu haben sich weitere Systeme entwickelt, welche Mehrweggeschirr in einem Umlaufsystem anbieten. Beide Systeme helfen, den Müll und damit die vielen Einwegverpackungen im gastronomischen Liefer- und Abholservice zu vermeiden. Ein weiteres System wird in Stuttgart beworben und eingesetzt: ReBoxen von reCIRCLE.
Alle Systeme haben das Ziel, den Müll durch Einwegverpackungen zu verringern und damit auch den Eintrag von Plastik in die Umwelt zu reduzieren. Kunststoffabfall landet nicht nur in den Meeren der Welt, sondern auch auf den Feldern und Gewässern im Allgäu, meist in Form von Mikroplastik und Abrieb. „Jede Möglichkeit, Kunststoffabfall und insbesondere Mikroplastik zu vermeiden, hilft uns, der Umwelt und besonders auch den Tieren, die Nahrung von Plastikabfall nicht unterscheiden können“ so ÖDP-Stadtrat Michael Hofer.

Durch den Einsatz von Mehrwegverpackungen ergibt sich auch die Chance für die Unternehmen der Gastronomie, die Kundenbindung zu stärken. Die Pfandartikel bieten sich gerade in der lokalen Umgebung an, genutzt zu werden. „Auch deshalb bittet die ÖDP die Städte und Gemeinden, sich auf das Verbot von Einwegverpackungen einzustellen und damit die Nutzung von Mehrwegverpackungen frühzeitig vor dem Stichtag 3. Juli 2021 durch attraktive Angebote für Gewerbetreibende und Kunden zu fördern,“ so Bundestagskandidat der Franz Josef Natterer-Babych. ÖDP-Gemeinderat Michael Finger betont, dass auch „eigene Pfandsysteme hier ebenso willkommen sind wie die von schon vorhandenen Anbietern.“

Entsprechend haben die Stadträte der UB/ÖDP in Kempten, Franz Josef Natterer-Babych und Michael Hofer einen Antrag zur Umsetzung des Pfandsystems im Rahmen einer Pilotgemeinde Kempten beantragt. In der Umsetzung des Pfandsystems in Kempten und der Allgäuer Umgebung sollen die vorhandenen Netzwerke wie DEHOGA, City-Management und die Marke Allgäu eingebunden werden. Eine allgäuweite, Lindau, Oberallgäu, Ostallgäu und Unterallgäu umfassende, einheitliche Handhabung würde die Akzeptanz des Pfandsystems sehr entgegen kommen.

Links und weitere Infos zum Thema:

 

Franz Josef Natterer-Babych
Stadtrat Kempten und Bundestagskandidat der ÖDP für den Wahlkreis Oberallgäu – Kempten – Lindau

 

Michael Finger:
Gemeinderat Oberstdort und stellv. Vorsitzender der ÖDP Oberallgäu-Kempten

 

Michael Hofer
Stadtrat Kempten und Vorsitzender der ÖDP Oberallgäu-Kempten
 

 

 

Hier haben wir versucht mit Anfragen an die Wasserversorger bzw. Verwaltung das Thema Microplastik im Jahr 2018 zu verankern ebenso das Kunststoffrecycling im ZAK 2019.

https://www.oedp-oberallgaeu.de/aktuelles/antraege-anfragen/antrag-details/news/anfrage-belastung-von-microplastik-im-trinkwasser/

https://www.oedp-oberallgaeu.de/aktuelles/antraege-anfragen/antrag-details/news/anfrage-kunststoffrecycling-kempten/

Foto: Michael Finger, ÖDP Oberallgäu